Anna mit HALM Glasstrohhalm, weniger Plastik

Vertrauen
Die Kunst zu leben

19.12.2018   -   #0009

„Ganz schön mutig, was ihr da macht.” „ Ich würde mich das nicht trauen.” Oft bekommen wir diese Reaktion auf unsere Geschichte. Es wirkt, als ob viele Menschen sich niemals den Ruck geben würden, aus der Gesellschaft ausbrechen. All die angebliche Sicherheit, die das bekannte Leben mit sich bringt, ist viel anziehender als unsere Einstellung. Wir gucken, was kommt, was passieren soll, passiert. Bisher haben wir noch nie ernsthaft daran gezweifelt. Wir fühlen uns frei und glücklich auf eine Art und Weise, bei der wir endlich das Gefühl haben, uns selbst treu bleiben zu können. Alles fängt an einen Sinn zu ergeben. Die Dinge die wir tun, machen wir nur noch aus einem Grund, sie bringen uns weiter. Auf einem guten Weg, unserem Weg. Ich habe vollstes Vertrauen in alles was kommt.
Daher habe ich auch keinen Plan für das Leben, denn ich bin der festen Überzeugung, dass mir noch so viele Erfahrungen und Veränderungen begegnen werden, dass es sich gar nicht lohnt, jetzt schon alles festzulegen. Für mich ist es eine Kunst zu leben, denn es ist die Art und Weise, mit der wir uns auf immer neue Situationen einstellen müssen, die uns erfinderisch und lebendig halten. Gleichzeitig glaube ich, dass es wichtig ist sich Ziele zu setzten und auf diese hinzuarbeiten, Träume Wirklichkeit werden zu lassen und dabei das Leben zu genießen. Schließlich brauchen wir Beschäftigung. Unser ganzes Leben ist im Grunde leer, wenn wir es bekommen. Leere ist für uns Menschen ein Zustand, den wir nur schwer aushalten können, wir leben gerne in Gesellschaft, haben Ziele und gehen Arbeiten. Wissenschaftler sind sich sicher, wenn das Grundeinkommen eingeführt würde, wird der Großteil der Menschen weiter zur Arbeit gehen, weil sie gar nicht wissen, was sie sonst tun sollen. Und das ist auch gut so. Unseren Lebensstandard können wir nur halten, wenn wir zusammen und füreinander arbeiten. Natürlich kann man sich dagegen entscheiden, im deutlichsten Falle lebt man dann wieder alleine draußen in der Natur und verbringt seine Zeit damit, Essen zu beschaffen, Werkzeug und Kleidung herzustellen oder auszubessern. Auch das sind Ziele. Es ist also völlig egal, welche Art von Leben wir führen, solange wir uns darin wohlfühlen und unsere persönliche Leere mit lauter guten Dingen füllen. Genau das ist es, was uns individuell macht, uns auszeichnet und uns eigene Ziele setzten lässt. Da kann ich gut verstehen, das viele sagen, das was ihr da macht, das könnte ich nicht. Gut so, es ist ja schließlich mein Vorhaben.

Kaffee mit Milchschaum im Cafe

Sich all diese Gedanken durch den Kopf gehen zu lassen, über das eigene Leben nachzudenken und mal wieder einen Gang zurückzuschalten um den Moment zu genießen, dafür ist jetzt genau die richtige Gelegenheit. Draußen ist es kalt und die familiäre Jahreszeit hat wieder Einzug gehalten. Durch die äußeren Umstände, die uns dazu zwingen wieder etwas langsamer zu gehen und uns wieder nach den Mitmenschen umzusehen, entsteht ganz von allein eine glückliche Atmosphäre. Zu welcher Jahreszeit hört man sonst, wie sehr wir uns um die Obdachlosen kümmern, Kindern ohne fröhlicher Heimat eine Freude durch Weihnachtsgeschenke bereiten oder etwas an Menschen und Tiere abgeben, die es dringender brauchen. Es ist Weihnachtszeit.
Wenn es dann auch noch schneit, entdecken selbst manche Erwachsenen wieder das Kind tief drinnen, das sich immer so sehr über die weiche weiße Decke draußen gefreut hat. Wir nehmen uns wieder Zeit, es sei denn, wir stecken mitten im nächsten Stress. Weihnachtsgeschenke. Damit dieser nicht all die Vorzüge, die Weihnachten mit sich bringt, wieder zunichte macht, haben wir hier ein paar Tipps, bei denen natürlich auch wieder die Umwelt eine kleine Rolle spielt. All die Päckchen, die nun verschickt oder bestellt werden, die Mengen an Kinderspielzeug und die Dekoration für das besinnliche Fest, lassen uns vielleicht wieder vergessen, uns auch weiterhin auf unser aller Heimat zu besinnen. Schließlich beherbergt unsere Erde inzwischen neue Kontinente. Die sogenannten Müllstrudel sind teilweise auf die Größe von Europa angeschwollen. Wer sich das mal ernsthaft vor Augen führt, würde wahrscheinlich am liebsten gleich aufgeben. Doch ich denke, wir können doch wenigstens versuchen unserer Erde wieder zu zeigen, dass sie uns nicht egal ist.
Die guten alten Holzspielzeuge, die es früher gab und teilweise noch über Generationen weiter gegeben wurden, kehren langsam wieder in die Kinderzimmer zurück. Oft ist es schwer sich vorzustellen wieder mit weniger auszukommen, da wir uns so daran gewöhnt haben alles kaufen zu können. Jeder Blog-Artikel und jedes Buch, das davon handelt, seine Wohnung auszumisten und endlich den überflüssigen Kram wegzuschmeißen (weiterverkaufen und spenden sind auch hier die guten Alternativen), verspricht dieses wunderbare, leichte Gefühl und die Erkenntnis gar nicht mehr so viel zu brauchen, wie man gedacht hatte. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es stimmt. Die eine Kiste Kindheitserinnerungen bei meiner Mutter auf dem Dachboden, möchte ich nicht missen, doch ich war unglaublich erleichtert, als alle meine Kisten in unserem Feuerwehrfahrzeug untergebracht waren und ich wusste, alles was mir jetzt gerade wichtig ist, kann ich mitnehmen.
Mit diesem Gedanken im Hintergrund kann man auch sehr gut an Weihnachten herangehen. Ganz im Sinne, „Leben ohne Plastik”, gibts diesmal Geschenkideen.

Die Kochkiste
Diese finde ich persönlich besonders schön, da sie einem viel Freiheit gibt und somit für jeden passt, den man beschenken möchte. Im Grunde verschenkt man einen Kochabend mit allem, was dazu gebraucht wird, und gibt dem Ganzen ein schöne Verpackung.
Fangen wir also vorne an. Als erstes braucht man eine Kiste, egal ob altes Päckchen, Weinkiste oder schöne Box, alles ist erlaubt. Diese kann man bemalen, mit Fotos bekleben, in schönes Papier einwickeln oder einfach zum Schluss eine große Schleife drum machen (Bastband und auch einige Geschenkbänder gibt es ohne den Plastikring in der Mitte). Hinein in die Kiste kommen nun alle benötigten Zutaten einzeln oder fertig gemischt in Weck-Gläsern, alten Milchflaschen oder Joghurtgläsern. Auch diese sehen verziert super aus und können immer weiter verwendet werden. Um die Zutaten in den richten Mengen zu bekommen, ist ein Unverpackt-Laden die beste Adresse. Die Läden gibt es inzwischen in allen größeren Städten und werden immer beliebter. Dort füllt man einfach die benötigte Menge direkt in das eigene Gefäß und zahlt dann nach Gewicht. Eine prima Variante, wenn man am Ende keine halbleere Tüten übrig haben möchte. Die Gläser können nun in stilvolle Geschirrtücher oder Stoffservietten eingewickelt werden. Benötigt man noch frische Zutaten, einfach einen kleinen Einkaufszettel mit reinlegen. Dazu kommt das Rezept, ob handgeschrieben oder ausgedruckt, hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen, und der Beschenkte sieht, wie viel Mühe man sich gegeben hat. So wird jede Kiste individuell und garantiert eine Freude. Auch Rezepte und Ingredienzien für warme Getränke oder Cocktails können dazugehören. Um dies abzurunden kann man, auch in vielen Unverpackt-Läden erhältlich, Halm-Strohhalme dazulegen. Diese sind aus Glas und somit ganz leicht in der Spülmaschine zu reinigen und immer wiederverwendbar. Sie machen jedes Getränk gleich zu einem besonderen und schönen Erlebnis.
Zum Schluss fehlt nur noch ein nette Karte, selbstgebastelt oder gekauft, völlig egal, über ein paar nette Worte freut sich jeder.
Dann kann gekocht werden. Ob allein oder gemeinsam, in jeden Fall verschenkt man ein gemütliches Kocherlebnis mit leckerem Essen.

Unverpacktladen - plastikfrei einkaufen HALM Glasstrohhalm - plastikfrei


Für alle anderen
Falls man nicht mehr viel Zeit hat, oder sich nicht so gerne mit Basteln und Rezepten beschäftigt, ist es eine super einfache Alternative: Auf folgenden Webseiten kann man Bäume pflanzen lassen, Tier-Patenschaften übernehmen oder ein Stück Naturparadies verschenken. Ganz einfach Online das passende Geschenk aussuchen und ohne viel Mühe etwas Gutes tun. Doch auch wenn es nicht viel Aufwand erfordert, ist es auf alle Fälle eine Investition wert und jeder kann sich darüber freuen, eine gute Tat unter dem Weihnachtsbaum zu finden.

Bäume verschenken
Bienenpatenschaft
Patenschaft für Wildtiere
Patenschaft für heimische Tiere und Natur
Spenden für die Meere und ihre Bewohner
weitere Spendenmöglichkeiten bei denen ihr sicher sein könnt, dass euer Geld ankommt

Egal was ihr dieses Jahr verschenkt, ich hoffe, ihr habt nicht zu viel Stress dabei und könnt nebenbei noch die winterliche Ruhe genießen und euch ein paar entspannte, plastikfreie Tage machen.

Eine schöne Winterzeit und ein gutes neuen Jahr!

Wieder mit neuem Song-Tipp:
REVOLVERHELD - ZIMMER MIT BLICK
„Irgendwann werden wir uns nicht mehr wegdrehen können, also lasst uns genau jetzt in unserem Leben etwas ändern.”




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