Ein erster Blick in die Halle

Lagebericht
Wir gehen in die Winterpause

20.01.2019   -   #0010

Lange haben wir nichts von uns und unserem Jax hören lassen. Fast drei Monate, in denen viel passiert ist, aber leider nichts, was einen vollständigen Artikel hervorbringen konnte und so werde ich mir alle Mühe geben in diesem Artikel den aktuellen Zwischenstand und unsere Erlebnisse rund um unser Projekt zusammenzufassen. Leider sind wir jetzt fürs Erste gezwungen, unsere Arbeit an Jax niederzulegen, bis der Winter an uns vorüber gegangen ist, wollen euch aber nicht bis dahin warten lassen. Natürlich werden wir für die Ausbauinteressierten unter euch noch Artikel mit genauen Vorgehensweisen veröffentlichen, wenn Bauabschnitte abgeschlossen sind und für jedes Problem eine Lösung gefunden wurde.

Im August, nachdem wir den alten Feuerwehraufbau endlich heruntergehoben hatten, konnten wir die Pläne für unseren Hilfsrahmen und die Wohnkabine im Detail auf das anpassen, was von Jax übrig war. Als wir dann auch endlich ein Schweißer gefunden hatten, orderten wir die Vierkantrohre und wollten schon mit den Vorbereitungen loslegen, als der Schweißer wieder absagte und wir verloren vor einem Haufen Stahl standen. Zum Glück waren die Pläne für unsere Kabine auch schon fertig und so fingen wir an, in unserer Halle an der Holzkonstruktion zu arbeiten. Mehrere Wochen lang sägten wir die Längen zurecht und schnitten die Kreuzüberblattungen in das Konstruktionsholz. Dann klebten wir mit dem biobasierten Montagekleber, der uns von Cosmo zur Verfügung gestellt wurde, eine Wand nach der anderen zusammen und strichen sie mit dem komplett natürlichen Holzschutz von HAresil, der uns ebenfalls gesponsert wurde.

Hanno am Vermessen der Konstruktionshölzer

In diesem Zuge, möchten wir uns hiermit bei all den Firmen bedanken, die sich für unser Projekt begeistern konnten und uns Ihre Produkte zur Verfügung gestellt haben. Neben den eben genannten, gehören dazu auch EWS, bad&baden, Tefal, Levia, HALM und Würth. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung und stolz diese Firmen von uns überzeugt zu haben.
Inzwischen hat sich auch einiges in den sozialen Medien, wie Facebook und Instagram, getan, denn durch viel Arbeit und Mühe wachsen unsere Besucherzahlen täglich. Vielleicht habt auch ihr Lust mal vorbeizuschauen und uns zu folgen. Wir würden uns freuen!

Zurück bei Jax hatten wir schon fast die Hoffnung aufgegeben, als wir doch noch einen netten Schweißer fanden, der mit uns zusammen einen tollen Hilfsrahmen baute. Das ganze dauerte einen ganzen Tag und die anschließenden Lackierarbeiten zogen sich durch die daran grenzende Nacht, da wir immer wieder für eine weitere Lack-Schicht antreten mussten. Das ganze durften wir wieder bei Voss-Krane machen, die uns am darauffolgenden Tag auch halfen, den Hilfsrahmen auf Jax zu befestigen. Vielen Dank an alle, ohne euch wären wir nie so weit gekommen! Leider konnten wir den Rahmen aber noch nicht komplett fertig bauen, da dieser für einige Abmessungen erst einmal montiert werden musste. Somit bleiben einige Schweißarbeiten, zu meiner Freude, an uns hängen. Am gleichen Tag fuhren wir dann mit Jax und all den verbliebenen Sachen in unsere Halle ein paar Kilometer weiter. Dort wurde es auf einmal ganz schön eng nachdem Jax seine 16m² in Beschlag genommen hatte, doch wir waren einfach nur froh, endlich alles unter einem Dach zu haben.

Anna schleift die Schweißnähte an der Oberseite ab

Nachdem alle Holzarbeiten fürs Erste abgeschlossen waren, widmeten wir uns dem Fahrgestell. Wir bauten den Auspuff ab, um diesen zu entrosten und für kleine Schweißarbeiten nach der Winterpause vorzubereiten, nahmen noch ein paar Teile ab, die nach Entfernung des Feuerwehraufbaus keinen Zweck mehr erfüllten und bereiteten die neue Verteilung der Kabel für das Rücklicht vor. Nebenbei nutzte ich immer wieder kleine Pausen, um das Fahrerhaus nach und nach auszuschlachten und Platz für Neues zu schaffen, denn schließlich soll sich auch darin viel verändern.

Doch dann war es von heute auf morgen kaum noch möglich etwas in der eiskalten Halle zu Stande zu bringen. Zum einen schaffen wir frierend nur noch sehr wenig und zum anderen können wir auch viele Arbeitsschritte durch die Kälte nicht angehen. Es stehen als nächstes viele Lackierarbeiten an, die dadurch schlichtweg unmöglich werden. So haben wir uns etwas betrübt für eine Winterpause entschieden. Diese nutzen wir jetzt um zu arbeiten, damit die Fertigstellung unseres Umbaus finanziell gesichert ist. Zum anderen können wir nun in aller Ruhe ungeklärte Fragen recherchieren und alles genauestens planen, sodass wir nach dem Winter in einen klar strukturierten zweiten Teil des Umbaus starten und so keine Zeit verschwenden. Dafür habe ich in den letzten Wochen eine genaue To-do-Liste für den gesamten Umbau verfasst, damit auch alle unklaren Themen frühzeitig behandelt werden können und unsere Arbeit nicht ins Stocken gerät. Das ermöglicht uns vieles im Vorfeld bestellen zu können und schon jetzt füllt sich wöchentlich unsere Halle mit neuen Materialien. Ein Teil unserer Dämmung ist inzwischen angekommen, wir haben alte Fenster, die wir zu Stauklappen umbauen werden, außerdem füllen den Keller meiner Mutter vier Solarmodule, ein Gasbackofen, einen Boiler, der durch unseren Ofen das Wasser aufheizt, Kilos an Würth-Produkten und viele weitere Kleinigkeiten.

Die überfüllte Halle kurz vor der Winterpause

Außerdem ziehen wir in den nächsten Wochen in eine eigene kleine Wohnung, von der aus wir den Umbau realisieren werden. Wir freuen uns nach langer Zeit endlich wieder ein eigenes Zuhause für uns zu haben und euch von dort mit ein paar Artikeln über den Winter zu versorgen.




Wem unser Projekt gefällt und wer ein Teil dessen werden möchte, findet unter Support die Möglichkeit zu spenden oder unter Contact unsere Email-Adressen, um mit uns in Verbindung zu treten. Wir freuen uns über Fragen, Anregungen, Angebote und jedwede Hilfe.

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