Ein Blick auf die Elbe

Aller Anfang ist schwer
Wenig Aufwand, große Wirkung

09.06.2019   -   #0012

Seit wir damit angefangen haben resourcenschonend, plastikfrei und fair zu leben und erst recht, seit wir unsere Website gestartet haben, finde ich mich immer häufiger in Diskussionen über den Sinn unseres Lebensstils wieder. Es gibt sicherlich viele, denen die Problematik des allgemeinen Konsumverhaltens nicht bewusst ist, oder die es nicht als wirkliches Problem betrachten. Doch es gibt auch diejenigen, die sehr wohl um die schwerwiegenden Folgen auf Natur, Umwelt und schlussendlich auch unseren eigenen Lebensraum wissen. Leider aber handeln viel zu wenige entsprechend dieses Wissens oder versuchen sogar darauf aufmerksam zu machen, dass etwas geändert werden muss. Erst vor Kurzem habe ich in einem längeren Gespräch bemerkt, wie schwer es vielen fällt, etwas an ihrem Verhalten zu ändern, auch wenn ihnen die Notwendigkeit bewusst ist. Die ersten Schritte sind einfach die schwersten und gleichzeitig die wichtigsten, denn jede Kleinigkeit macht den Unterschied. Auch uns ging es anfangs nicht anders und so kam mir die Idee zu diesem Artikel, in dem ich euch ein paar Dinge zeigen möchte, die wenig Arbeit machen und trotzdem viel bewirken. Nach einmaligem Aufwand tust du täglich etwas Gutes ohne auch nur einen Finger zu krümmen.

Glühbirne mit EWS-Strom gespeist

Ecosia zur Standart-Suchmaschine machen. Fast jeder von uns nutzt täglich Suchmaschinen, um auch jede noch so kleine Frage aus der Welt zu schaffen. Dabei klicken wir immer mal wieder auf Anzeigen, für welche die verlinkte Website ein paar Cents pro Klick an die Suchmaschine bezahlt. Also sorgen wir doch gleich dafür, dass dieses Geld für gute Zwecke genutzt werden kann! Ecosia verwendet ihre Gewinne, um dort Bäume zu pflanzen, wo sie am dringendsten benötigt werden, nutzt ausschließlich erneuerbaren Energien und ist dadurch mehr als CO2-neutral.
Also klickt euch jetzt einfach auf die Ecosia-Website und folgt den Installationsanweisungen, sodass ihr ab sofort beim „Googlen“ über die Adressleiste zu Ecosia umgeleitet werdet und so passiv zur Wiederaufforstung auf der ganzen Welt beitragt.

Zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln. Klingt erst einmal teuer, das habe ich auch gedacht, wurde dann aber eines Besseren belehrt. Ein Vier-Personen-Haushalt kann durch grüne Energie ungefähr zwei Tonnen CO₂ im Jahr einsparen. Gleichzeitig engagieren sich einige der „echten“ Ökostrom-Anbieter auch ansonsten für Naturschutz und andere nachhaltige Themen. Ich schreibe hier von "echten" Ökostromanbietern, weil es einige "falsche" gibt, die eigentlich zu großen konventionellen Stromkonzernen gehören und bei denen man durch seinen monatlichen Beitrag wohlmöglich den Aufbau neuer Atom- und Kohlekraftwerke finanziert.
Wir beziehen inzwischen seit 2017 unseren Strom bei den Elektrizitätswerken Schönau (EWS). Durch die vielen Umzüge gab es zwar einigen Unterbrechungen, doch das störte überhaupt nicht. Der Vertrag ist täglich kündbar und ein kurzer Anruf reicht aus. Gleichzeitig ist der Tarif sogar noch etwas günstiger als bei allen uns bekannten Anbietern, egal ob grün oder nicht.

Ein Konto bei einer sozialen und ökologischen Bank eröffnen. Ja, wir steigern uns im Aufwand ein bisschen, doch nichtsdestotrotz lege ich euch gerade diesen Punkt sehr ans Herz. Jeden Tag wird unser Geld von den Banken genutzt, um an den Finanzmärkten zu spekulieren oder in lukrative Geschäfte mit Konzernen in Rüstungsindustrie, Agrarchemie und anderen bedenklichen Sektoren zu investieren. Stattdessen könnten Banken doch unser angespartes Geld nutzen, um in eine soziale und grüne Zukunft zu investieren, nachhaltige Initiativen zu unterstützen und dabei ihr Wirken für jeden offen legen.
Also nehmt euch die Zeit und wechselt zu der einzigen Bank, die sich wohl genau das gedacht hat. Die GLS finanziert unter anderem in ökologische Landwirtschaft, regenerative Energie, Bildung und hat zum Beispiel maßgeblich dazu beigetragen, dass aus einer kleinen Bürgerinitiative die eben schon erwähnten Elektrizitätswerke Schönau werden konnten. Hier kommt unser Geld sicher nicht in die Hände von Firmen, die ihre Angestellten ausbeuten und Kinderarbeit zulassen, sondern in Hände von Menschen, die die Welt zum Besseren verändern und unserer und folgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft schaffen.

Drohnenfoto über dem Wald im Sonnenuntergang

Aber lohnt sich das Ganze?
Das kann man meiner Meinung nach sehen wie man mag, doch komme ich für mich selbst immer zum gleichen Ergebnis:
Egal, ob mein persönliches Handeln und das der vielen Gleichgesinnten rund um den Erdball etwas verändert oder rettet, ich bleibe dabei. Mir geht es hier nicht um die Rettung der Erde, sondern darum mein Handeln zu verantworten. Die Erde hat schon einiges überstanden und sie wird auch den Menschen überstehen. Wir sind nicht im Stande die Erde zu zerstören, denn vorher zerstören wir uns selbst. Auch wenn wir vieles hier verändern und das Altbekannte auf den Kopf stellen, wird die Natur und das mir ihr verbundene Leben einen Weg finden, vielleicht auch ohne den Menschen.
Ich für meinen Teil möchte möglichst wenig zu dieser Veränderung beitragen, auch wenn ich sicherlich noch mehr tun und noch verantwortungsvoller handeln könnte. Wie viel bin ich bereit dafür zu geben? Das ist die Frage, die sich jeder stellen muss und hoffentlich ist jeder bereit einen kleinen Teil für das große Ziel herzugeben.
Wenn wir nicht bald anfangen uns anzupassen und uns zum Guten zu verändern, werden wir, aber vor allem die folgenden Generationen, wohl kaum weitere Chancen bekommen. Wenn nicht der Natur, dann jedenfalls unserer eigenen Spezies gegenüber könnten wir uns doch bemühen fair zu sein.

Hoffentlich konnte ich dem einen oder anderen von euch hilfreiche Tipps geben und dazu bewegen sie teilweise oder sogar komplett umzusetzen. Hat mich gefreut! Bis zum nächsten Mal!




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